Erdbeeren, Johannis- und Himbeeren oder Kirschen – die Obstvielfalt im Sommer lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. An einem sonnigen Sonntagnachmittag schmecken die süßen Früchte auf einem leckeren Stück Kuchen besonders gut. Wären da nicht die Bienen, die uns vermeintlich den wohlverdienten Genuss streitig machen wollen. Doch ist es nicht genau umgekehrt? Sind die Bienen nicht dafür verantwortlich, dass wir Jahr für Jahr überhaupt Früchte ernten können?

Genau! Die fleißigen Bienchen sorgen durch ihre außerordentliche Bestäubungsleistung für die ökologische Artenvielfalt wie wir sie kennen. Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der westlichen Honigbiene bestäubt! Ohne sie gäbe es weniger Kakao, Vanille oder Obst – und auch die Qualität der Früchte würde stark sinken. Blüten, welche von Bienen bestäubt werden, bilden nämlich Früchte aus, die viel größer, schwerer und wohlgeformter sind als die, die sich ohne Bienen bilden. Bienen zählen damit zu den drei wichtigsten Nutztieren neben Schweinen und Rindern.

Und natürlich werden nicht nur die landwirtschaftlichen Nutzpflanzen von Bienen bestäubt. Auch die Blütenpracht im eigenen Garten, in den Parks und auf den Wiesen, die wir so lieben, hängt von den Bienen ab. Dazu sind auch andere Insekten, Vögel und Tiere auf die Bienen angewiesen, wenn sie Pflanzen als Nahrungsquelle nutzen.

Zusätzlich versorgen die Bienen uns mit wertvollen Substanzen wie Honig, Gelee Royale oder Propolis, die auch die Gesundheit des Menschen fördern. Zu Ehren der kleinen Power-Insekten begehen wir am 18. August den Tag der Honigbiene – auch, um uns bewusst zu machen, wie wertvoll und schützenswert unsere schwarz-gelben Freunde eigentlich sind.

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