Mit dieser Frage habe ich mich als Ernährungswissenschaftlerin seit einiger Zeit beschäftigt: Ist eigentlich auch das gesunde Bienenschutzharz im klassischen Honig enthalten? Gibt man „Honig und Propolis“ bei Google ein, werden rund 250.000 Ergebnisse zu dem Thema angezeigt. Vor allem lokale Imker bieten eine große Auswahl an Produkten an – ob als „Propolishonig“, „Honig mit Propolis“ oder auch „Propolis in Honig“ – die die positiven Aspekte von Honig und Propolis miteinander verbinden. Dabei variiert unter anderem der genutzte Honig: So wird Propolis unter anderem in Kombination mit Blüten-, Raps-, Kastanien-, Löwenzahn- oder Lindenhonig verarbeitet. Zudem  können diesem weitere pflanzliche Extrakte, wie z.B. Thymian oder Eibisch, beigemischt werden.

Von Natur aus handelt es sich bei Honig und Propolis um zwei unterschiedliche Erzeugnisse, die von Bienen hergestellt werden. Apropos Bienen: Haben Sie eigentlich schon bei unserem Gewinnspiel mitgemacht? Noch bis einschließlich 24. Juli können Sie unter anderem ein Bienenhotel und Saatkugeln gewinnen. Alle Infos finden Sie in unserem letzten Blogbeitrag. Nun aber zurück zum Text: In natürlichem Honig sind allerdings maximal geringe Spuren von Propolis enthalten. In manchen anderen Produkten werden die Propolisbestandteile bewusst zugefügt. Ich würde empfehlen, entsprechende Produkte einmal auszuprobieren. Geschmacklich dominiert der Honig.

Auch wenn Honig bekannt ist, möchte ich aus ernährungsphysiologischer Sicht noch etwas zu diesem Naturprodukt sagen. Honig ist nämlich ein wahres Wundermittel: Er enthält neben verschiedenen Zuckerarten auch Enzyme, Aroma- und Duftstoffe, viele Mineralien wie z.B. Kalium, Magnesium und Calcium, aber auch Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan und Chrom. Dazu kommen B-Vitamine – insgesamt sind es etwa 185 nachgewiesene Stoffe, die im süßen Brotaufstrich stecken. Zudem enthält er auch sogenannte Inhibine, also natürliche antibiotische Stoffe, die man sich unter anderem bei Erkältungskrankheiten zunutze machen kann. Generell wirkt Honig stärkend auf den gesamten Organismus. Er unterstützt die Abwehrkräfte, hilft bei der Rekonvaleszenz und gibt Kraft. Das alte Hausmittel „warme Milch mit Honig“ kennen Sie bestimmt. Kleiner Tipp: Erwärmen Sie den Honig nicht über 40 °C, damit er seine Wirkung behält.

Honig, dem Propolis zugefügt wurde, „kann“ sogar noch ein kleines bisschen mehr. Hat doch auch das Bienenschutzharz vielfältige positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Propolis über antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften verfügt, also gegen Bakterien, Viren und Pilze wirkt. Leider gibt es derzeit noch keine Studien, inwiefern die natürliche oder zugesetzte Propolismenge im Honig ausreichend ist, um entsprechende Ergebnisse zu erreichen. Ich werde „Propolis-Honig“ auf jeden Fall mal probieren – Sie auch?