Blütenpollen

Biene auf BlumeDie Bienen nutzen die gesammelten Pollen als Eiweißnahrung zur Aufzucht ihrer Nachkommen. Blütenpollen werden in den Staubblättern der Blüten gebildet und stellen den männlichen Samen dar. Das einzelne Pollenkorn ist so winzig, dass man es nur unter einem Elektronenmikroskop erkennen kann. Jede Blütenpflanze hat ihre ganz spezifische Pollenform, Farbe und Größe.

Beim Besuch der Blüte verfängt sich der feine Staub im Haarkleid der Biene. Dabei werden kleine Mengen von Blüte zu Blüte übertragen - es kommt zur Befruchtung der Blüten, eine der wichtigsten Aufgaben der Bienen. Die restlichen Pollen werden in den sogenannten Pollenhöschen an den Beinen der Biene gesammelt und in den Stock gebracht. Zur Eigenversorgung benötigt ein Bienenvolk pro Jahr die enorme Menge von 20 bis 25 Kilogramm. Durch den Besuch von rund 80 Blüten erreicht die Biene eine Pollenladung, für die Gewinnung eines Kilogramms sind entsprechend etwa 75.000 bis 100.000 volle Pollenhöschen notwendig.

Bevor der Pollen in den Stock gelangt, wird er von der Sammelbiene noch mit Nektar und Enzymen vermischt und zu größeren Körnchen geformt. Enzyme machen den Pollen haltbarer und schützen ihn vor Keimen und Gärprozessen. Mit einer speziellen Vorrichtung sammelt der Imker die Blütenpollen für den Verzehr durch den Menschen: Ein Vorhang wird am Eingang des Bienenstocks angebracht, an dem die Bienen einen Teil ihrer Ernte verlieren.

Diese Pollen werden dann schonend getrocknet. Enthalten sind Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe, Enzyme, Co-Enzyme, Hormone und ätherische Öle. Insbesondere die essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann, aber für seine Funktionen benötigt, finden sich in den Pollen. Pollen wird als Nahrungsergänzung oder Stärkungsmittel verwendet. Dabei kann der Pollen -möglichst auf nüchternen Magen - pur oder mit Honig gemischt verzehrt werden. Auch entsprechende Kapseln sind erhältlich.