Bienen sind faszinierend! Das habe  ich in den letzten Wochen wieder einmal festgestellt, wenn ich gemütlich auf der Terrasse saß. Es summte und brummte überall in meinem Garten. Doch wieviel Arbeit für die gestreiften Insekten darin steckt, ein einzelnes Glas Honig zu produzieren, ist schon erstaunlich. Kein Wunder, dass wir Menschen von „fleißigen Bienchen“ sprechen.

Hier ein paar Fakten:

  • Für 500 g Honig müssen Bienen 3-mal um die Welt fliegen (120.000 km).
  • Um 500 g Honig zu produzieren, braucht es 20.000 Bienen.
  • Pro Flug transportiert eine Biene rund 0,05 g Nektar – knapp die Hälfe ihres eigenen Gewichts.
  • Eine Biene fliegt ca. 30-mal täglich aus und besucht dabei jeweils bis zu 300 Blüten.
  • Honigbienen suchen ihre Nahrung in einem Umkreis von 3 bis 4 km um ihren Stock herum. Auf den Menschen übertragen hieße dies, für die Nahrungsbeschaffung in einem Umkreis von rund 2.500 km zu reisen.
  • Bienen erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h und lassen ihre Flügel rund 50-mal pro Sekunde schlagen.
  • Hauptaufgabe der männlichen Bienen (Drohnen) ist die Begattung der Königin – nach getaner Arbeit werden sie nach dem Sommer als unnütze Fresser aus dem Stock gedrängt und verenden.

Währenddessen ist die Königin ebenfalls nicht faul, denn sie

  • legt bis zu 2.000 Eier am Tag – also rund 83 pro Stunde
  • wird durch die Fütterung mit Gelée Royale zwischen 2 und 5 Jahren alt.

Sehr interessant finde ich die Initiative „Deutschland summt!“ der  Stiftung für Mensch und Umwelt. Diese möchte mit den vielfältigen Informationen und Aktionen Aufmerksamkeit für die Biene, die Stadtnatur und die Abhängigkeit des Menschen von einem funktionierenden Ökosystem schaffen. Auf der Homepage www.deutschland-summt.de finden sich neben Infos zu bienenfreundlichen Gärten, Wildbienenarten und Honigbienen auch viele Mitmachaktionen und Tipps, was man am besten bei Bienenstichen macht.

Haben Sie auch Angst davor, gestochen zu werden? Honigbienen sind im Vergleich zu Wespen eigentlich sehr friedlich. Nur bei besonderen Umständen sind sie reizbar und angriffslustig. Dazu zählen schwüle Wetterlagen und grobes Behandeln sowie manche Signalstoffe, wie sie beispielsweise in reifen Bananen vorkommen. Der Stich ist für gesunde Menschen zumeist ungefährlich – im Gegensatz zur Biene selbst. Diese stirbt, weil der Stachel herausgerissen wird. Dieser hat kleine Widerhaken und sollte möglichst bald aus der Stichstelle entfernt werden. Allergiker können jedoch auf einen Bienenstich sehr heftig reagieren. Rund 10 Prozent der Deutschen reagieren übrigens auf Insektengift allergisch – Reaktionen auf Bienenstiche weisen ca. 20 Prozent der Insektengiftallergiker auf, wohingegen 70 Prozent auf Wespenstiche reagieren.

Wussten Sie beispielsweise,

  • dass es einen Tag der Honigbiene gibt? Dieser Aktionstag zu Ehren der Biene findet am dritten Samstag im August statt – im Jahr 2018 also am 18. August.
  • dass es die Wildbiene des Jahres gibt? Im Jahr 2017 ist dies die Knautien-Sandbiene (Andrena hattofiana), die repräsentativ für viele andere gefährdete Nahrungsspezialistinnen unter den Wildbienen steht.
  • dass Bienen miteinander kommunizieren können? Der österreichische Wissenschaftler und Nobelpreisträger Karl von Frisch fand 1953 heraus, dass sie dazu spezielle Tänze nutzen.

So, das waren ein paar Fakten rund um die Bienen – von denen es weltweit mehr als 20.000 Arten gibt.Ihre Größe reicht von 1,5 mm (tropische stachellose Bienen) bis zu 40 mm (Felsenbiene in Asien). Ich könnte über die faszinierende Welt der Bienen noch stundenlang schreiben – bin aber genauso gespannt, was Sie zu berichten haben.