So auch die einer Studie über die Kommunikationsfähigkeit von Bienen bei zu wenig Schlaf. Denn auch Bienen schlafen, wie Biologen herausgefunden haben. Besser gesagt, sie zeigen ein „schlafähnliches Verhalten“, indem die Fühler in der Nacht immer ruhiger werden und die Atmung sich hin zu größeren Atempausen verändert.

Nun mussten die Forscher der Universität Austin in Texas nur noch den Schlaf der Bienen nachweislich unterbrechen. Sie konnten ihnen naturgemäß keinen Espresso einflößen oder sie mit lauter Musik und Licht am Schlaf hindern. Die Lösung war ein selbstgebautes Gerät, das sie Insominator tauften. Zwischen zwei Plexiglasscheiben wurden Magnete geklemmt, die die Bienen, denen zuvor kleine Metallschleifchen umgebunden worden waren, durch ein leichtes Rütteln aufweckten. Damit mussten die Forscher das Bienenvolk zum einen nicht trennen, zum anderen konnten sie ausschließen, dass sich nur aufgrund der ungewohnten Situation eine Verhaltensänderung einstellte.

Eine ganze Nacht lang ließen die Forscher die Bienen nicht zur Ruhe kommen, um dann am folgenden Morgen zu beobachten, inwieweit der Schlafmangel Auswirkungen auf die Bienen hat. Bei Menschen führt Schlafmangel bekanntermaßen dazu, dass die Kommunikationsfähigkeit leidet, die Formulierungen fehlerhaft werden und sie sich schwer tun, ihre Mitmenschen richtig zu verstehen. Bei den Bienen zeigte sich: Fehlt ihnen Schlaf, tanzen sie aus der Reihe und können den Weg zu nektargefüllten Blüten nicht mehr exakt anzeigen wie die durch ausreichend Schlaf erholten Artgenossinnen. Der leitende Wissenschaftler Barrett Klein betont, dass der Schwänzeltanz der übermüdeten Bienen nicht falsch, aber deutlich weniger präzise war.

Wer die Studie nachlesen möchte, kann diese in der Online-Ausgabe der renommierten „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) finden.