Wirkung beim Menschen

Propolis hat nicht nur vielfältige positive Auswirkungen auf den Bienenstock und das Leben der Honigbienen, sondern kann auch für die Gesundheit des Menschen genutzt werden. So bekämpft das Kittharz auch Krankheitserreger beim Menschen. Zudem stärkt Propolis das Immunsystem und kann zur Zellerneuerung und -regeneration beitragen. Detailiierte Informationen zu den äußeren und innerenen Anwendungsgebieten von Propolis beim Menschen erhalten Sie unter "Anwendung".

Inhalte

Bekämpfung von Krankheitserregern

Wie wirkt Propolis?

Bekämpfung von Krankheitserregern

Vielfältige Erreger bedrohen die Gesundheit des Menschen. Dazu zählen auch Bakterien, Viren und Pilze. Eigentlich ist der Körper gut auf die Abwehr dieser verschiedenen Parasiten vorbereitet. Als erste Instanz der körpereigenen Abwehr dient beispielsweise die Haut, aber auch die Schleimhäute, Nasenhaare oder Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut halten die gröbsten Angriffe ab. Daneben zählt auch die Magensäure zu diesem ersten Abwehrbereich - durch sie werden Keime unschädlich gemacht, die über die Nahrung aufgenommen werden.

Allerdings bieten sich bei verletzter Haut oder angeschlagener Schleimhaut Angriffsmöglichkeiten für die Erreger. Hier kommt das körpereigene Immunsystem ins Spiel. Dazu zählt zunächst die natürliche Abwehr, die aus Fresszellen, den sogenannten Makrophagen und Monozyten, sowie im Blut gelösten Eiweißstoffen besteht. Diese zelluläre Verteidigung wird über chemische Botenstoffe aktiviert. Nicht ohne Grund wird dieser Teil der körpereigenen Abwehr auch "unspezifische Abwehr" genannt. Die Eindringlinge werden als körperfremd und potenziell bedrohlich eingestuft - und einfach aufgefressen. Es gibt weder eine Analyse, durch wen die Bedrohung stattfindet, noch werden die spezifischen Merkmale des Angreifers abgespeichert.

Dies geschieht dann im Bereich der "intelligenten Abwehr", der mit B- und T-Lymphozyten gezielt gegen bestimmte einzelne, spezifische Erreger vorgeht. Dieser Teil des Immunsystems merkt sich auch die Beschaffenheit der Erreger, sodass er bei einer erneuten Infektion schneller und wirkungsvoller reagieren kann. Allerdings muss die Reaktion erst erlernt werden. Daher ist sie nicht ganz so schnell wie die unspezifische Abwehr, dafür allerdings länger andauernd. Insbesondere die Bekämpfung von Bakterien ist jedoch problematisch für das Abwehrsystem, da sich Bakterien immer wieder in ihrer Struktur verändern.

Bakterien sind zwar mit einem Durchmesser von etwa 0,6 bis 1 Mikrometer (μm) etwa hundertmal größer als Viren, aber immer noch sehr klein. In dem Fakt, dass sie sich auch in ihrer Struktur grundlegend unterscheiden, liegt auch begründet, dass synthetische Antibiotika nur gegen Bakterien wirksam sind. Bakterien besitzen neben einer Zellwand auch eine Innenstruktur, in der sich das Zytoplasma befindet. Antibiotika beeinflussen die Strukturen der Bakterien und können so zu deren Absterben beitragen. Andere Antibiotika wiederum beeinflussen die Vermehrung von Bakterien und hemmen sie so in ihrer Ausbreitung.

Viren sind deutlich einfacher aufgebaut und bestehen meist nur aus ihrem Erbgut, das in einer Hülle aus Proteinen eingeschlossen ist. Zur Vermehrung benötigen sie eine Wirtszelle, in die sie ihre eigene Erbinformation einschleusen. Dadurch werden die Wirtszellen häufig so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Krankheit ausgelöst wird. Ebenfalls zu Infektionen führen verschiedene Pilze, insbesondere die Gruppen der Faden-, Hefe- und Schimmelpilze.

Pilze bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenes biologisches Reich. Sie sind Parasiten und benötigen für ihr Leben und die Vermehrung von anderen Lebewesen hergestellte organische Nährstoffe. Essbare Pilze wie Pfifferlinge oder Steinpilze nehmen diese Nahrung aus den Baumwurzeln, krankheitserregende mikroskopisch kleine Verwandte hingegen halten sich an Haut und Schleimhäuten ihrer Wirte - und damit auch der Menschen -schadlos.

Wie wirkt Propolis?

BienenwabenSchützend gegen all diese Krankheitserreger wirkt Propolis. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Bienenkittharz über antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften verfügt. Zurückzuführen ist diese vielfältige Wirkung vorrangig auf die enthaltenen Flavonoide. Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sorgen unter anderem für die Farbe von Obst- und Gemüsesorten.

So zeigen Studien, dass Propolis Bakterien daran hindert, sich an die Zellwände der menschlichen Zellen anzukoppeln. So zeigte beispielsweise eine Untersuchung mit Propolisextrakt am Bakterium Staphylococcus aureus, das für schwere Haut- aber auch innere Infektionen verantwortlich ist, dass die Vermehrung des Keimes verhindert werden konnte.

Ebenso wirkungsvoll kann Propolis bei den weit verbreiteten Herpes-Viren eingesetzt werden. Dies gilt sowohl für Herpes-simplex- als auch für Herpes-genitalis-Viren. Die Viren werden ebenfalls an ihrer Vermehrung gehindert.