Gerne verwende ich Propolistinktur, um damit meinen Mundbereich auszuspülen, wenn sich dort kleinere Aphten oder Entzündungen gebildet haben. Außerdem bietet sich die Tinktur auch bei Hautreizungen, Lippenherpes, Insektenstichen, Pickel oder Mitessern etc. an, da das Schutzharz der Bienen antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften hat. Zur allgemeinen Stärkung des Körpers und der Widerstandskräfte kann Propolis auch innerlich angewendet werden.

Propolistinktur sollte verdünnt verwendet werden, weil sie in konzentrierter Form zu intensiv ist. Man kann die Tinktur wahlweise mit Wasser, Kräutertee oder Milch verdünnen. Auf ein Glas Flüssigkeit gibt man 10 bis 50 Tropfen Propolistinktur, je nachdem, wie intensiv man die Propolis anwenden will.

Allerdings ist nicht nur mir dabei aufgefallen, dass sich beim Auflösen der Tinktur in Wasser leicht Ausflockungen und Klümpchen bilden. Auch einige Leseranfragen an unsere Fachgesellschaft für Propolisforschung zeigen, dass ich nicht allein bin mit dem Problem. Durch den hohen Harzgehalt der Propolistinktur werden Wasser und Tee meistens weißlich trübe, wenn man die Tinktur hineingibt. Daher habe ich mich an einen Chemiker gewandt, der mir folgendes erklärte:

„Leider kommt es bei Kontakt mit Wasser zu einer Ausflockung der Propolis. Dies lässt sich dadurch erklären, dass Propolis ein Naturstoff ist, der sowohl wasserlösliche als auch alkohollösliche (also wasserunlösliche) Bestandteile aufweist. Der Propolisgehalt in der Tinktur liegt aufgrund des hochprozentigen Alkohols gelöst vor. Bei einer Mischung mit Wasser werden jedoch nur die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Propolis im Wasser freigesetzt, während die im Alkohol löslichen Inhaltsstoffe eine Ausflockung bilden. Die Ausflockung der Propolis bei der Herstellung einer Verdünnung mit Wasser ist zwar nicht optimal für die Anwendung, lässt sich jedoch aufgrund eines hohen Propolisgehalts in der Tinktur nicht vermeiden.“

Da der Alkoholgehalt in der Lösung recht hoch ist, und dieser beim Auftragen auf die gereizte Haut ein Brennen verursachen könnte, wird eine Verdünnung mit Wasser empfohlen. Bei oberflächlichen Hautreizungen oder nur leichten Zahnfleischentzündungen kann Propolistinktur auch pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Das muss dann jeder für sich entscheiden, wie er die Tinktur verwendet.

Eine Alternative zur Verdünnung ist Milch, da sich Propolistinktur mit Milch besser verbindet als mit Wasser. Ich persönlich kann Propolis-Tinktur nur empfehlen, denn sie ist wirklich hilfreich! Übrigens: Propolistinktur gibt es im Reformhaus (z.B. von den Marken Bakanasan oder Bergland) sowie beim Imker, auf Wochenmärkten oder im Internet zu bestellen.

Auch der Gesundheits-Blog von apomio hat sich aktuell mit der Kraft der Biene gegen Viren, Bakterien und Pilze beschäftigt. Interessierte können den Artikel hier nachlesen.