Ernte

Für viele Imker ist Propolis ein einträgliches Nebenprodukt der Bienenhaltung, da Propolis als Wirkstoff immer beliebter wird. Es bedarf allerdings einiger Erfahrung, um das Kittharz gewinnbringend zu ernten. Propolis wird vor allem mit künstlichen Propolisgittern gesammelt, anstatt den Bienenkitt mühsam von Hand aus Fugen und Ritzen zu kratzen.

Die Honigbienen sehen in dem Gitter einen Fremdkörper, der mit Propolis überzogen und geschützt werden muss. Die leichten Kunststoffgitter werden auf den oberen Brutraum aufgelegt. Zumeist werden sie im September in den von Imkern Beute genannten Bienenkorb eingebracht, da sich ab dem Herbst undichte Stellen besonders bemerkbar machen, weil der Brutumfang und damit der Wärmegehalt im Stock bereits abnehmen. Zudem bereiten sich die Bienen bereits intensiv auf den Winter vor und dichten zu diesem Zweck alle zugigen Winkel ihres Stocks mit Propolis ab.

Sind alle künstlich geschaffenen Ritzen mit Propolis verschlossen, können die Propolisgitter wieder entfernt werden. Sie werden zumeist im Ganzen in die Tiefkühlung gegeben. Kälte macht Propolis spröde - und so müssen nicht mehr mühsam mithilfe eines Stockmeißels oder eines anderen Werkzeugs die Fluglöcher, Waben und Holzverschalungen der Bienenkästen vom Harz befreit werden.