Honigbienen und die rund 560 verschiedenen heimischen Wildbienenarten sorgen für Vielfalt in der Natur. Zudem schaffen sie auch die Grundlage für die Vielfalt auf den Tellern, da sie die allermeisten Wild- und Kulturpflanzen bestäuben und diesen so zu Blüten und Früchten verhelfen. Allerdings ist etwa die Hälfte der heimischen Wildbienenarten vom Aussterben bedroht – und auch die Zahl der Honigbienenvölker ist rückläufig. Da viele Wildbienenarten spezialisierte Lebensweisen haben, was den Blütenbesuch und den Nistort angeht, können sie nur durch Erhaltung und Pflege ihrer natürlichen Lebensräume und durch eine angemessene landwirtschaftliche Nutzung geschützt werden.

Aber auch jeder Einzelne kann im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon etwas für die Bienen tun. Blütenreiche Gärten und Balkonkästen mit bienenfreundlichen Pflanzen sowie Nistmöglichkeiten für Wildbienen sind einfach und schnell zu schaffen. So bietet ein buntes Durcheinander vieler verschiedener Nektar und Pollen spendender Blütenpflanzen den Bienen ausreichend Nahrung.

Tipps und Informationen zu bienenfreundlichen Pflanzen für Balkon und Garten hat nun das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zusammengestellt. Es gibt ein ausführliches Pflanzenlexikon sowie eine neue Bienen-App (kostenlos für iOS, Android und Windows Phone). Enthalten sind über 100 Pflanzenarten vom Adonisröschen bis hin zur Zwergmispel. Aufgeführt werden Punkte wie die Bienenfreundlichkeit, die Menge an Pollen und Nektar, die Anforderungen an den Standort, der Blütezeitraum sowie spezielle Hinweise zur Pflanze. Die App bietet außerdem viel Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen sowie ihre Gewohnheiten. In einem Bienenquiz kann dann auch das eigene Wissen getestet werden.
Die App gibt es im jeweiligen App-Store oder unter www.bmel.de/bienen-app. Hier kann auch das Pflanzenlexikon heruntergeladen werden.