Innerliche Anwendung

Aufgrund seines vielfältigen Wirkspektrums kann Propolis bei den verschiedensten gesundheitlichen Störungen des Menschen zum Einsatz kommen. Dabei gibt es sowohl innerliche als auch äußerliche Anwendungsbereiche.

Pulver, Kapseln, Sirup, Tropfen oder auch Tinkturen eignen sich für die innerliche Anwendung. Auch spezielle hochwertige Pastillen mit Propoliswirkstoffen sind erhältlich und werden bei Halsentzündungen und Husten genutzt. Wichtig ist, dass nur reines Propolis verwendet werden sollte, das nach den aktuellen Qualitätsstandards gewonnen wird.

Inhalte

Übersicht innerliche Anwendungsgebiete

Stärkung des Immunsystems

Zellerneuerung und -regeneration

Erkältungskrankheiten

Allergien

Mundpflege

Übersicht

Frau mit Kopfschmerzen
  • Abwehrschwäche
  • Allergien
  • Altersbeschwerden
  • Angina (Mandelentzündung)
  • Aphthen
  • Arteriosklerose
  • Asthma
  • Blasenentzündung
  • Bluthochdruck
  • Darminfektionen
  • Erkältungskrankheiten (Husten, Halsschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Gallenbeschwerden
  • Gelenkentzündungen
  • Gicht
  • Kopfschmerzen
  • Magengeschwür
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Menstruationsbeschwerden
  • Migräne
  • Mittelohrentzündung
  • Mundgeruch
  • Parodontose
  • Rheumatische Beschwerden
  • Stärkung des Immunsystems
  • Wechseljahresbeschwerden

Stärkung des Immunsystems

Ein starkes Immunsystem ist notwendig, um Krankheitserreger abzuwehren. Es beeinflusst allerdings auch den Krankheitsverlauf, wenn es doch ein Erreger geschafft hat, im Organismus aktiv zu werden. Geschwächt wird das Immunsystem unter anderem durch chronische Krankheiten, aber auch durch beeinflussbare Faktoren wie Nikotin, Alkohol, Diäten, Stress, Bewegungs- und Vitaminmangel, eine ungesunde Ernährung oder zu wenig Schlaf.

In diesem Zusammenhang ist auch die Wirkung von Propolis bei Erkältungskrankheiten zu nennen. Die Abwehr der auslösenden Viren basiert auf einem gut funktionierenden Immunsystem. Dazu kann die entzündungshemmende Wirkung von Propolis bei Husten, Schnupfen und Co. sehr hilfreich sein - und den Infekt effektiv lindern helfen. Neben der vorbeugenden Wirkung durch die Stärkung der Abwehrkräfte kommt dem Bienenkittharz auch eine heilende Wirkung zu.

Eine immunstärkende Wirkung hat auch Propolis - und zwar auf mehreren Ebenen. So kann die natürliche Bienensubstanz gegen sogenannte Freie Radikale wirken. Diese aggressiven Sauerstoffmoleküle entstehen unter anderem bei normalen Stoffwechselvorgängen im Körper, aber auch durch bestimmte äußere Faktoren wie Umweltbelastungen, Strahlung (z.B. Sonne) oder Zigarettenrauch. Die Entstehung von Arteriosklerose, Krebs und Rheuma wird auf Freie Radikale zurückgeführt. Und auch ein verstärkter Alterungsprozess soll durch diese Moleküle in Gang gesetzt werden.

Mit Propolisbestandteilen wie den Flavonoiden lassen sich die schädlichen Wirkungen der Freien Radikalen mindern. Zudem wirken Flavonoide positiv auf die Thymusdrüse des Menschen. Die lange Zeit unterschätzte Drüse liegt oberhalb des Herzens und ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie wird auch als Gehirn der körpereigenen Abwehr oder als Schule der T-Lymphozyten bezeichnet. Neben dem Alter ist Stress der größte Feind der Thymusdrüse und damit der Produktion von spezialisierten Abwehrzellen. Durch Propolis kann die Produktivität der Thymusdrüse jedoch auch in Krisenzeiten und im Alter aufrechterhalten werden.

Zellerneuerung und -regeneration

Auch im Bereich der Revitalisierung und Regeneration kann Propolis wirksam sein. Indem es in Stoffwechselprozesse eingreift und diese beschleunigt, ist es möglich, wieder mehr Energie zu bekommen. Eine kurmäßige Anwendung von Propolis kann der geistigen Ermüdung und Erschöpfung entgegenwirken, weil die Merkfähigkeit verbessert und die allgemeine Stimmungslage aufgeheitert wird.

Wer seinem Körper und seinem Geist ständig mehr Energie abverlangt als er ihm zuführt, treibt einen Raubbau an seinem Organismus, vergleichbar mit einem Bauern, der ständig nur ernten will, ohne zu düngen und ohne dem Boden Zeit für die Regeneration zu lassen. Wie schnell und wie gründlich sich der Organismus von Belastungen aller Art, z.B. Stress oder Krankheiten, erholt, ist individuell unterschiedlich - und eine Frage des jeweiligen Stoffwechsels.

Die Erholung wird unter anderem durch die Zellteilung im Körper beeinflusst, ist dieser Prozess doch ursächlich für die Verjüngung der Zellen. Propolis kann diese Zellverjüngung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen positiv beeinflussen, einige Forscher sprechen von einer Verdopplung der Zellteilungsrate durch den natürlichen Extrakt.

Erkältung

Vielfältige Studien zeigen, wie gut Propolis bei Erkältungskrankheiten wirksam ist. Dabei kann die Natursubstanz auch bei der echten Grippe (Influenza) wirksam sein. Dies belegt ein Großversuch an der Universität Sarajevo, der in dem Jahr durchgeführt wurde, in dem die gefürchtete Hongkong-Grippe grassierte. Studenten, denen Propolis zur Vorbeugung gegeben wurde, erkrankten nur zu knapp 10 Prozent. Von denen, die ohne Propolis in die Grippesaison gegangen waren, bekamen mehr als 60 Prozent die Grippe.

Eine Wirkung des Bienenkittharzes zeigt sich jedoch nicht nur in der Vorbeugung von grippalen Infekten oder Grippe, sondern auch in der Behandlung. So können bei Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden entsprechende Propolis-Halspastillen die entzündeten Schleimhäute beruhigen. Sie lindern die Symptome und durch das Lutschen werden die Schleimhäute gut befeuchtet und in ihrer Schutzfunktion wieder gestärkt.

Allergien

Auch wenn das körpereigene Abwehrsystem ein Meisterwerk der Natur ist, so funktioniert es leider nicht immer fehlerfrei. Bei einer Pollenallergie, auch Pollinosis oder Heuschnupfen genannt, richtet sich das Immunsystem gegen an sich vollkommen harmlose Stoffe, die Pollen von Blüten und Gräsern. Genauer sind es bestimmte Eiweiße, aus denen die Pollenkörper aufgebaut sind.

Rund 20 Millionen Deutsche leiden inzwischen an einer Pollenallergie, die sich unter anderem mit Niesreiz, geröteten Augen und Fließschnupfen bemerkbar macht. Besonders gefährlich ist der sogenannte Etagenwechsel, der entstehen kann, wenn die Allergiesymptome zu lange ignoriert werden. Es droht ein chronisches Asthma durch die ständige Entzündung der Schleimhäute in den unteren Atemwegen.

Durch die Stärkung des Immunsystems kann Propolis auch im Zusammenhang mit Pollenallergien für Linderung sorgen. So haben Studien gezeigt, dass die Inhaltsstoffe des Naturstoffes dafür sorgen, dass bestimmte Immunzellen in ihrer Wirkung verbessert werden. Genau diese Zellen werden bei einer Allergie benötigt. Zudem kann durch Propolis die Ausschüttung von Histamin, einem Botenstoff, der die Allergiesymptome mitverursacht, gemindert werden.

Allerdings kann Propolis in seltenen Fällen selbst Allergien auslösen. Möglich sind Kontaktallergien bei der Verwendung von Tinkturen oder Salben mit dem natürlichen Bienenkittharz. Deshalb empfiehlt es sich, diese zunächst an einer kleinen Hautstelle zu testen und abzuwarten, ob ein Ausschlag oder Quaddeln entstehen. Verantwortlich für die - seltene - allergische Reaktion auf Propolis ist die enthaltene Kaffeesäure, die im Wesentlichen aus der Knospenflüssigkeit der Pappel stammt.

Zu den häufigsten Allergien zählen neben Heuschnupfen Allergien gegen Tierhaare, Nahrungsmittel, Insektenstiche sowie den Kot von Hausstaubmilben. Die im Propolis enthaltenen Flavonoide schützen nicht nur die Mastzellen, die für die Histaminausschüttung, und damit für die allergischen Reaktionen, zuständig sind, sondern hemmen darüber hinaus die Histaminausschüttung an sich.

An der Pariser Sorbonne hat es eine entsprechende Studie mit Patienten gegeben, die unter schwerem Heuschnupfen litten. Sie wurden mit 8 Propolis-Kapseln pro Tag behandelt. Bereits nach der ersten Therapiewoche waren die Patienten beschwerdefrei - und dies bis zum Ende der Heuschnupfensaison. In den Folgejahren wurde die Behandlung mit geringen Dosen Propolis weitergeführt, bis eine Heilung erreicht wurde.

Mundpflege

Im Bereich der Zahn- und Mundpflege kann Propolis auf eine lange Tradition verweisen. Vielfach wurde das Kittharz einfach gekaut, um damit beispielsweise die Zähne zu pflegen, was sicherlich nicht mehr zeitgemäß ist. Außerdem wurde auch die anästhesierende, also betäubende Wirkung des Naturstoffs bei Zahnbehandlungen genutzt. Im Mittelpunkt der Mundhygiene steht die Abwendung von Karies und Parodontitis.

Karies entsteht durch die Stoffwechselprodukte bestimmter Bakterien, die den Zahnschmelz angreifen und dadurch den Zahn beschädigen. Dies kann geschehen, wenn sich zu viel Zahnbelag aus Nahrungsresten und Speichelbestandteilen bildet. Natürlich im Mund vorkommende Bakterien siedeln sich auf dem Zahnbelag an und bilden die sogenannte Plaque, einen fest haftenden Biofilm, von dem aus sie die Zähne zerstören. Auch für die Parodontitis, die Entzündung des Zahnbettes, sind Bakterien verantwortlich. Diese scheiden bei ihrem Stoffwechsel aggressive Säuren und Toxine aus, die zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen. Ist die Entzündung bis ins tiefer liegende Zahnbett vorgedrungen, spricht man von einer Parodontitis.

Aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften von Propolis können entsprechende Mund- und Zahnpflegeprodukte der Entstehung beider Erkrankungen vorbeugen. Besonders hilfreich ist beispielsweise eine Zahnpasta mit der Kombination von Propolis mit Salbei und Kamille. Die Wirkstoffe werden beim Zähneputzen mikrofein verteilt und bieten einen Schutz vor Parodontose, Zahnfleischbluten und Entzündungen. Selbst Mundgeruch kann mit dieser Pasta langanhaltend verhindert werden. Die keimhemmenden und entzündungswidrigen Eigenschaften von Propolis werden durch Kamille und Salbei noch verstärkt.

Bei Aphthen, Schleimhautreizungen oder Zahnfleischentzündungen bietet sich eine Kombination von Propolis mit Salbei, Kamille und Myrrhe an, da die Pflanzenextrakte besonders pflegend sind und beispielsweise Schleimhautrötungen und -reizungen minimieren. Diese Kombination eignet sich auch bei übermäßigem Fremdkörpergefühl, das häufig bei Zahnprothesenträgern entsteht.