Apitherapie

Biene auf BlüteApitherapie heißt die medizinische Behandlungsweise von Krankheiten, bei der Bienenprodukte eingesetzt werden. Dabei kann die Apitherapie (von lat. apis = Biene) auf eine lange Geschichte zurückblicken. So wird sie bereits auf Steintafeln der Sumerer erwähnt, der berühmte Arzt Hippokrates (ca. 460 - 370 v. Chr.) nutzte vor rund 2.500 Jahren Bienenprodukte wie Honig, Propolis und Bienengift zu therapeutischen Zwecken. Inzwischen ist die Wirkungsweise von Bienenprodukten gut erforscht - und man hat beispielsweise entdeckt, dass Bienengift eine sehr gute Wirkung bei Rheuma entfaltet. Zudem wirkt es blutdrucksenkend, blutverdünnend und antikoagulant, also blutgerinnungshemmend, und kann deshalb zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen genutzt werden. Insbesondere in Osteuropa, Südamerika und Asien ist die Apitherapie zur Vorbeugung und Linderung von Krankheiten weit verbreitet. Aber auch hierzulande findet die selbsttherapeutische Anwendung von Honig, Propolis, Pollen oder Gelée Royale immer mehr Anhänger.

Eine neuere Form der Apitherapie ist die Inhalation der Bienenstockluft mithilfe einer speziellen Atemmaske. Dabei wird ein Dampfgemisch mit einer einzigartigen Zusammensetzung eingeatmet, die ausgeatmete Luft wird dann abgeführt, so dass sie nicht zurück in den Stock gerät. Die Inhalation von Bienenluft soll beispielsweise bei Bronchitis, Asthma, Infektanfälligkeit oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) hilfreich sein. Für Menschen, die auf Bienengift allergisch reagieren, gilt allerdings, dass sie bei der Verwendung von Bienenprodukten aller Art vorsichtig sein sollten, da auch diese eine allergische Reaktion auslösen können.